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Vila Velha

Vila Velha

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Die Brasilieninitiative e.V. kann leider nicht alle Projekte ständig und gleichbleibend unterstützen. Wir versuchen trotzdem uns ans Herz gewachsene Projekte zeitweise zu helfen. Hierunter fällt folgendes Projekt:

 

Die Arbeit der EMAÚS-Bewegung Vila Velha am Rande von Fortaleza, Brasilien

Die EMAÚS-Bewegung Vila Velha (Movimento Emaús Vila Velha) ist eine von zahlreichen EMAÚS-Gruppen, die sich nach dem Vorbild der "Lumpensammler von EMAÚS" gebildet hatten, einer Initiative, die auf den französischen Pater Abbé Pierre zurückgeht. In Fortaleza wurde sie durch Padre Henrique bekannt, der den Rechtsanwalt Airton Paula Barreto dazu inspirierte, die Idee aufzugreifen und in die Tat umzusetzen.

Die Ursprungsinitiative war in Paris von Obdachlosen begründet worden, die von Abbé Pierre im eiskalten Winter 1949 Unterstützung erfahren hatten und im Sammeln und Verkaufen von Lumpen eine Möglichkeit entdeckten, einen eigenen Beitrag zur Verbesserung ihrer Situation zu leisten. Seitdem leben alle weltweit entstandenen EMAÚS-Gruppen von der Wiederverwertung von Müll und dem Wiederaufbereitung gebrauchter Gegenstände. Sie holen sie nach entsprechenden Werbeaktionen bei den Gebern ab, reparieren sie in verschiedenen Werkstätten und verkaufen sie dann 1x pro Woche auf einem Bazar zu günstigen Preisen.

Die überwiegend aus armen und ärmsten Verhältnissen kommenden Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen werden aus den Verkaufserlösen bezahlt, doch wird ein gewisser Prozentsatz der Einnahmen auch für soziale Programme verwendet.

Lage und allgemeine Situation im Projektgebiet

Vila Velha (wörtlich "altes Dorf") liegt auf dem Gebiet einer alten Saline am östlichen Stadtrand von Fortaleza. Sie wurde 2005 nach ihrer Deaktivierung von Zuwanderern aus dem Landesinneren sowie aus anderen Favelas Fortalezas auf der Suche nach Wohnmöglichkeiten besiedelt. Die Situation in dem offiziell als Naturschutzzone erklärten Gebiet ist äußerst prekär, sowohl in Bezug auf die Degradation der Natur als auch auf die Lebensumstände der Menschen. Es herrscht faktisch an allem Mangel: an bezahlter Arbeit, an Schulen, an Wohnraum, an Gesundheitsversorgung, an Ernährung, an Wasser, an einer Basissanierung des Gebietes, usw. 50% der Bevölkerung dieses Gebietes lebt vom Sammeln und Verkaufen von Müll, andere von Gelegenheitsarbeiten.

Die für die Arbeit der EMAÚS-Bewegung zur Verfügung stehenden Gebäude sind ungenügend und befinden sich in einem sehr schlechten Zustand mit sichtbaren erosionsbedingten Schäden, die ihre Sicherheit gefährden. Das benutzte Hauptgebäude, in dem Büros, Werkstätten, Versammlungs- und Lagerräume untergebracht sind, ist schon ziemlich alt und hat durch die Unbilden der Witterung in der Nähe des Meeres sehr gelitten. Umfassende Sanierungsmaßnahmen sind nötig.

Die Mitarbeit von Olga do Nascimento innerhalb des Programms "Unmittelbare Hilfe" in den extremen Notstandsgebieten Vila Velha III und IV

Seit Januar 2012 ist Olga do Nascimento in diese Arbeit eingebunden, deren eigene Arbeit mit Jugendlichen aus dem Drogenmilieu bei früheren runden Geburtstagen unterstützt wurde, aber aus Mangel an finanzieller Absicherung nicht mehr weitergeführt werden konnte. In ihrem neuen Betätigungsfeld ist sie wegen ihrer großen Erfahrung und ihrer Einsatzfreude inzwischen zu einer allseits geschätzten Mitarbeiterin der für die Sozialarbeit zuständigen Gruppe geworden. Das Aufgabenfeld ist riesig und erstreckt sich von konkreter Hilfe in extremen Notsituationen bis zu Rechtsberatung und Angeboten der Mediation bei familiären und nachbarschaftlichen Konflikten.

Kontaktperson:

Annemarie Jacobs, Tel: 08856-936 34 43, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 26. April 2013 um 05:58 Uhr